Ich “lese” gerade schwarzhumorige Comics

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Als mein Bruder (PolWiss-Student) auf die Frage, ob er GoogleBooks nutzt, sinngemäß geantwortet hat, dass er konservativer- und komischerweise ganz gern ein Buch mit Seiten zum Umblättern vor sich liegen hat, war ich zwischen “komm mir mal nich so kleiner Bruder”, ernsthafter Argumentation (Druck kamma abba nich googlen),  einem latenten Gefühl von “ich wollt nur helfen” und Zunge rausstrecken hin- und hergerissen. Früher hätte mich das in Frustration und Selbstzweifel gestürzt, heute hole ich Luft und spreche mein Mantra:

Ich kann mich nicht entscheiden,

ich will mich nicht entscheiden,

ich muss mich nicht entscheiden -

also warum sollte ich?

Und wo ich gerade so darüber nachdenk – wer sich sicher ist, in jeder Hinsicht das bessere Angebot zu haben, zwingt niemanden zu einer Entscheidung.

Bevor Klagen kommen, möchte ich aber noch hinzufügen, dass “entschieden unentschieden” keinesfalls in allen Bereichen des Lebens die Einstellung der Wahl sein sollte. Die Kunst ist es, zwischen einem Unentschieden, hilfreichen Unterschieden und unbedingt nötigen Entscheidungen zu unterscheiden. Im Zweifel rate ich zum Raten.

Remarketing – und täglich grüßt das Googletier

Wenn man durch den DriveThrough-Parcour des goldenen M hindurch ist und das Bestellte vollständig in der Hand beziehungsweise auf dem Schoß hat, ist man im besten Fall nur hungrig, kann aber auch vorkommen, dass man schnell einen Platz zum Halten finden muss (niedrige Halbwertzeit) oder wieder auf die Autobahn schwenken, in einer Hand noch den Geldbeutel und in der anderen den tropfenden Burger. Soweit, so gut, so FastFood.

Man stelle sich vor, man meistert das alles, Hunger gestillt, stundenlange pausenlose Weiterfahrt gesichert, alles bluna. Und dann fährt man von der Autobahn runter, weil es Zeit zu tanken ist…

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