25+1, Licht und Schatten und 100 grandiose Werbeanzeigen

Der zweite Tag des zweiten Vierteljahrhunderts meines Lebens war von zwei Gedanken geprägt:

Morgens, als mich der personalisierte graue Star am Steuer eines ebenso grauen Benz´ fast vom Roller gefegt hat (dass er mir direkt danach eine Scheibenwischerflüssigkeit-Dusche verpasst hat, war sicher nur nett gemeint), also morgens fühlte ich mich noch jung, im Sinne von: “Ich bin zu jung zum Sterben”.

Nachmittags, als die zweite letzte (nicht zweitletzte) Sportstunde meines Lebens fast vorbei, alle Spieler bei Brennball entweder “Safe” oder “Verbrannt” und nur noch ein Spieler übrig war, als ich einen Blick zur Uhr riskierte und meinen eigenen Countdown startete, ja, als mich DA der Volleyball mitten ins Gesicht getroffen hat, da wars dann doch wieder eher: “Ich bin zu alt für den Sch***!!” Ich hätte nicht sagen sollen, dass er wirft wie ein Mädchen, aber… menno Jungs sind echt so fies  :)

Daneben standen heute auf dem Lehrplan eine Stunde “Ernst des Lebens” (“Welches Bruttogehalt müssen Sie fordern, um auf ein Nettogehalt von 1.900€ zu kommen?”), eine Stunde “Du hast eine Frage? Die Wikipedia hat die Antwort!” und eine Stunde “Gegenwart kann jeder – wir prognostizieren die Vergangenheit”.

Achja, der Lichtblick und genau das Richtige, um mich zu erinnern, warum ich meinen Job so liebe:

Via Inspirationf

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Lieber gut geworben, als fast gestorben. Oder so.

Die Search Story meines Lebens

Ein Gesicht, tausend Geschichten: PicFast.com

Beim Bookmarks-Aufräumen (mittlerweile vermehren die sich von selbst, eine andere Erklärung gibt es nicht) ist mir PicFast wieder untergekommen, und wieder mal zeigt sich: Jeder hat eine zweite Chance verdient. Das Pic heute gefällt mir wesentlich besser als das letzte – ich bin glatt ein bisschen in Verzückung geraten.

Konterfei-Fake

Gefühlte 100

Ich hab mich noch nie alt gefühlt. Ergo habe ich keinerlei natürliche Antikörper gegen Angriffe aus dieser Richtung. Der blinde Fleck der Achillesferse. So weitsichtig wie ein Holzauge mit Grauem Star. Und heute hat sich das gerächt.

Heute wurde mir per Mail zu meinem 15jährigen Grundschulabschluss gratuliert.

Öhmja. Na dann. Sach ich ma. Selber!

Ich würde den Schock ja mit einem leckeren Doppelherz-Daiquiri lindern (ich mach auch einen begnadeten Klosterfrau-Caipi). Aber morgen ist schließlich SCHULE.

Abschiedsgeschenk Herr S. – Plakat Anatomie der Buchstaben

Wie versprochen nochmal die Einzelheiten der Aktion “Tschüss Herr S.”:

Ich bin durch das Designtagebuch auf das Plakat “Die Anatomie der Buchstaben” gestoßen und werd das asap bestellen (danke an Achim Schaffrinna für den 5-Euro-Gutschein!) – als kleines Dankeschön und so.

Ich möchte das Ganze möglichst undemokratisch und unbürokratisch halten, deshalb:

Wer die Idee gut findet und sich beteiligen möchte, kann dies gerne tun, mit einem Euro pro Nase wären die Kosten gedeckt, aber ich bin wie eine Spendenbox – keine Fragen, keine Namen, nur Knöpfe nehm ich nicht (außer es sind sehr schöne Knöpfe). Ich stelle keine Quittungen aus oder führe Liste, Treu und Glauben sind die Stichwörter, und es wird auch keine Karte geben, auf der steht “Ihre Klasse WMK 11a (außer Herrn X., Frau Y. und Frau Z., die ham nämlich nich gezahlt)”. Das Plakat überreiche ich mit möglichst wenig Worten im Namen der ganzen Klasse (oder ich lass es gleich an Herrn S. in die Schule schicken^^).

Wer zum Beispiel aus Imagegründen eine anonyme Beteiligung vorzieht, findet sicher einen Weg, ansonsten auch nicht schlimm, kriegt ja eh keiner mit.

Kritik an der Aktion, der Vorgehensweise, dem Plakat, Herrn S., dem Leben im Allgemeinen oder meiner Person im Besonderen ist nicht erwünscht, wer sich hierdurch in seinem Recht auf freie Meinungsäußerung eingeschränkt fühlt – japp, so isses, ätsch.

Sollte es unvorhergesehenerweise zu einer grundlegenden Änderung kommen, werde ich natürlich frühzeitig umfassend informieren, im Falle des Scheiterns des Plakat-Plans zahle ich das Geld natürlich ebenso treu und gläubig wieder aus (jeder muss seine Forderung allerdings persönlich an mich stellen) oder wir buchen davon eine Stunde (Obacht!) Anne-mation (steht außer mir noch wer auf Ballontiere?). Man wird sehen. Hoffen wir das Beste.

Fragen? Feedback? Frische Ideen? Ab in die Kommentare oder per Mail an SingerLeonie [ät] googlemail [Punkt] com.

Und jetzt ab in die Sonne!